Dies ist ein Vergleichsreview von Okamiden mit dem Vorgänger auf der Wii Okami, aus dem Grund, weil ich Okami als Game sehr schätze und der Nachfolger deshalb unter besonderer Beachtung stand. Ein Review ohne Beachtung des Vorgängers war mir nicht möglich, deswegen die vielen Vergleiche zwischen den beiden Spielen.
Okamiden ist der DS-Nachfolger von Okami für Wii und PS2, das kommerziell keinen riesen Hit landete, jedoch bei den „wenigen“ Fans für viel Begeisterung sorgte. Die Story spielt in Nippon (japanisch für Japan) und es geht um die Sonnengöttin Amaterasu (die neben „Ammy“ viele weitere Spitznamen bekommt), die die Welt von den Dämonen befreien soll.
9 Monate nach dem Sieg gegen das Böse tritt nun Ammy‘s Nachkomme Chibiterasu (Chibi steht für „klein“) gegen die Dämonen an, die sich dank Kurow wieder verbreiten konnten.
Ihr startet in Yakushi Village, einem Ort den es in Okami noch nicht gab und bereist dann die ganze Welt.
Gameplay
Eines vorweg: Okamiden konnte mich leider in keinster Weise so fesseln wie der Vorgänger auf der Wii. Hauptgrund dafür ist die in meinen Augen merkwürdige Entscheidung Nippon auf die 2 Screens des DS zu pressen, was demnach auch nur für Unmut gesorgt hat.
Chibiterasu, der Sohn von Ammy aus dem ersten Teil ist noch sehr klein und für die Zielgruppe „Kinder“ bestimmt auch ganz niedlich, mir jedoch mit 19 Jahren einfach zu kindlich. Die verschiedenen Begleiter, die auf Chibi reiten sind eine kleine Abwechslung, haben sie auch unterschiedliche Funktionen (zb Quelle eines Wasser- oder Feuerangriffs).
Wer übrigens der Story komplett folgen möchte, muss Okami durchgespielt haben oder versucht sich mit den Schriftrollen durchzuhangeln, die man nach und nach bekommt.
Die Story ist sehr linear, ich hatte sehr selten die Möglichkeit, mal etwas ganz eigenes zu machen und mit der Story später fortzusetzen. Viele Dinge wurden aus Okami gestrichen, die einfach viel ausgemacht haben (Steht zum Teil hier:
konsole-handheld-f44/okamiden-t691-s20.html).)

Dass zum Beispiel komplette Teile Nippons fehlen, wie Dorf Kusa oder Wep‘keer finde ich mehr als Schade. Ebenso das „nicht-mehr-füttern-können“ der Tiere ist durchaus ein großer Minuspunkt. Und wer igdwo in der Mitter der Story nochmal was schönes erleben will, muss von vorne beginnen, denn es gibt nur einen einzigen Speicherstand. Wer Okami und Okamiden gespielt hat, muss sagen, dass sehr viel fehlt und im Gegenzug zu wenig Neues dazugekommen ist. Neu ist zumindest die Möglichkeit den Stylus als Pinsel zu verwenden, was mir aber im Laufe des Spiels auch weniger gefallen hat. Ich fand es in liegender Position mit Stylus und DS in der Hand einfach zu frickelig etwas zu malen (gerade weil man bei Kämpfen doch etwas schneller reagieren muss/soll).
Das Gameplay konnte mich leider nicht überzeugen. (40%)Sound Tja der DS und die Lautsprecher. Die fernöstlichen Klänge sind auf dem kleinen Gerät kein Genuss, mit Kopfhörern ist es jedoch in Ordnung. Zur Musik selbst muss man leider auch sagen, dass sie sehr schwach auf der Brust ist im Gegensatz zum ersten Teil. Es gibt deutlich weniger Musikstücke, jedoch durch neue Charaktere auch neue Melodien die zu ihnen passen allerdings auch nicht sehr stark rüberkommen.
Gesamturteil zum Sound: Leider durch die schwache Hardware bedingt kein Genuss. (55%)GrafikIm Groben und Ganzen wurde der japanische Stil von der Wii kopiert und in mäßigerer Qualität wiedergegeben. Verpixelte Schraffuren und Kirschbäume sind kein Augenschmaus, vermitteln jedoch einen gewissen Eindruck wo man sich befindet (im fernen Japan nämlich). Animationen wie die Reinigung eines Gebietes fallen wie auch beim Sound hardwarebedingt deutlich schlechter aus als es bei der Wii der Fall war.
Gesamturteil zur Grafik: Für den DS annehmbar. (70%)
SteuerungChibi wird mittels Steuerkreuz bzw 360°- Pad auf dem 3DS gesteuert, es kommt aber auch ab und zu mal unpräzise rüber. Gemalt wird wie bereits erwähnt mit dem Stylus, eines der Killer-Features von Okamiden. Wind, Kraftstreich und Feuerzauber klappen sehr gut und fix, bei der Bombe gab es gerade bei schnellen Manövern schon mal den 3. oder 4. Versuch. Vorallem im Endkampf fand ich es zu umständlich R oder L zu drücken, die Pinselattacke schnell zu machen und dann in kürzester Zeit wieder R oder L zu drücken um in den Kampf zurückzukehren. Wenn man keine gute Position zum Halten findet, ist es doch unbequem mit der Zeit. Von was ich auch enttäuscht wurde ist die Kameraeinstellung. Größtenteils kann man diese nämlich nicht ändern, sondern passt sich automatisch Chibis Stellung an, was teils gut klappt, teils aber auch sehr nerven kann, wenn man sich umschauen will und es eben nicht geht. Im Vergleich zu Okami ein großer Rückschritt.
Gesamturteil Steuerung: Teils gut, teils schlecht. (60%)EndurteilOkami für die Kleinen möchte ich es nennen. Zu niedlich, zu kindlich und rückblickend einfach zu einfach und zu wenig. Okamiden ist durch und durch für die Zielgruppe Kinder gemacht. Mit 20-25 Stunden Spielzeit verhältnismäßig gut, wird die Story mit viel heißer Luft und sich hinziehenden Kämpfen beeinträchtigt. Wer Okami liebt und auf einen guten Nachfolger gehofft hat, wird meiner Meinung nach enttäuscht. Dafür 40€ auszugeben ist eindeutig zu viel. (Leider kann ich in diesem Review nicht alles erwähnen, da es sonst zu lange werden würde, bei Fragen bitte an mich wenden).
Facts und Features: Genre: Adventure
Entwickler: Capcom
USK-Freigabe: 6
Preis: etwa 40€
Erscheinungsdatum: Bereits erschienen
Spieler: 1
Online-Modus: nein
Wertung:Pro:-Japan-Feeling kommt rüber
-relativ lange Spielzeit
Contra:-nur 1 Spielstand
-viel weggelassen zum Vorgänger
-Story überzeugt nicht
-dafür zu teuer
...
Gesamt 49,4%