
Ihr befindet euch an einem unbekannten Ort zu einer nicht weiter umschriebenen Zeit in der japanischen Mythologie wieder. Eure Spielfigur, die Sonnengöttin Okami Amaterasu, wird von eurem ständigen Begleiter, dem Maler-Korobokel Issun in das merkwürdige Licht geführt.
Und schon befindet ihr euch im Spiel. Mit eurem göttlichen Pinsel müsst ihr nun Sternenkonstellationen vervollständigen, Gegenstände reparieren und erscheinen lassen sowie gegen die zahlreichen Monster kämpfen die euch auf eurem schweren Weg durch Nippon begegnen.
Nun lauft ihr durch das legendäre Japan der Vergangenheit: Wälder, Berge, Meere und eisige Kälte müsst ihr überwinden um alle 13 Pinseltechniken zu finden, die ihr unbedingt braucht um das Böse zu besiegen.
15 verschiedene Waffen, 9 anspruchsvolle Endgegner, Unmengen von einmaligen Charakteren, Plätzen und Items, viele Sidequests, Extras beim Erreichen von bestimmten Zielen, 100 verstreute Perlen und noch so vieles mehr verstecken sich hinter dem unscheinbaren Wii und PS2 Titel:
Okami . Noch mehr Infos:
gibts hier im Forum Das erste und besondere was hier sofort auffällt: Die Cel-Shading Grafik. Das komplette Spiel, von Anfang bis Ende sieht aus wie ein wunderschönes, mit Pinsel gemaltes Bild. Ein Augenschmaus auch wenn es nicht HD ist. Es ist wirklich alles sehr detailreich und scheint wirklich von Hand gemalt zu sein. Ein oder Zwei Grafikfehler habe ich entdeckt, die stören aber nicht. Die Animationen, wie zb das Aufrollen der Schriftrolle im Menü oder die Blumen die hinter Amaterasu auftauchen wenn man rennt, sehen toll aus egal auf welchem TV. Die Optik der Wii wurde im Vergleich zur Ps2 verbessert.

Die Steuerung ist relativ einfach. Angreifen: Nur die Wiimote schütteln, Malen: Pinsel bewegen wie man eben will (Sonne zb ein Kreis im Himmel). Der Rest geht über die Knöpfe an der Wii Mote und den Nunchuk. Das Malen mit der Wii Mote muss man anfangs etwas üben, dann klappt es aber gut und geht wie von selbst. Die Steuerung mit dem Ps2 Controller ist genauso einfach. Control Stick ersetzt das Malen frei Hand und den Rest erledigt man eben mit den Knöpfen, die sinnvoll belegt sind.
Die Story ist schon linear, man kann aber sehr viele Sidequests machen wie zb: Tiere füttern und somit Glück sammeln, neue Kampftechniken lernen, sich in die Tiefen des Bodens graben und das bestimmt anspruchvollste: 100 verstreute Perlen sammeln, und noch vieles mehr. Die Dialoge sind sinnvoll und die Personen sprechen eine "Nuschelsprache" (manchen gefällt es nicht, manchen schon, verstehen würde man bei richtigem japanisch aber wohl genausoviel). Die Orientierung fällt manchmal etwas schwer, da man mit den japanischen Namen und der ungewohnten Grafik wohl nicht so schnell zurecht kommt. Verloren ist man nicht, es gibt Karten und manchmal auch Personen und Gegenstände die schnelles Reisen möglich machen.
Die 3 verschiedenen Waffentypen mit je 5 einzelnen Waffen lassen ebenfalls keine Wünsche offen und haben auch spezielle Funktionen. Man kann sie als Angriffs oder Verteidigungswaffe benutzen. Die Währung ist Yen und das Geld sieht aus wie die alten japanischen Yen Münzen.
Die Spieldauer erstreckt sich beim ersten Durchgang auf etwa 50 Stunden (wenn man nicht einfach durchläuft).
Das wohl größte Highlight ist wohl der Soundtrack. Inspiriert von der klassischen japanischen Musik wird jedes noch so kleines Musikstück und jedes noch so versteckte Geräusch auf 5 CD's oder nach dem ersten Durchlauf im "Schatzkiste" Menü wiederbelebt. Über 5 einhalb Stunden Ohrenfreude. 3 Komponisten holen wirklich alles aus den japanischen Instrumenten heraus und verleihen dem Spiel einen unverwechselbaren Klang und einen der schönsten Soundtracks überhaupt.
Nach erfolgreichem Beenden des ersten Durchgangs erhält man einige Extras für das neue Menü "Schatzkiste", vorausgesetzt man erreicht einige Ziele. Videos des Spiels als es noch in der Entwicklung war, Präsentations Videos (zb von der E3), die komplette Musikbibliothek und Entwurfsskizzen von vielen Figuren aus dem Spiel. Ebenso lässt sich das Aussehen von Ammy (einer von vielen Issun's Spitznamen für Amaterasu) etwas verändern.
Selbst in diesem Artikel konnte ich nicht alles schreiben was ich gerne wollte, weil das Spiel einfach so einen riesigen Umfang hat. Insgesamt könnte man aber sagen das es The Legend of Zelda doch in manchen Punkten ähnelt und sich beide Spiele auf gleichem Niveau befinden.
Facts and Figures:Genre: Adventure
Entwickler: Clover Studios und Capcom
USK-Freigabe: freigegeben ab 12 Jahren
Preis: Wii: etwa 20 Euro, PS2: etwa 16-20 Euro
Erscheinungsdatum: bereits erschienen
Spieler: 1
Online-Modus: keinen
Website:
http://www.okami-game.com/Wertung:Pro- großer Umfang
- wunderschöne Grafik
- fantastische musikalische Untermalung
- solide Story
- viele Sidequests
Contra- manchmal etwas fummelige Wii Steuerung
- Genuschel könnte nervig sein
- Orientierung anfangs schwierig
Im Detail:Steuerung: Wii: 90% / Ps2: 92%
Sound: Wii/Ps2: 100%
Grafik: Wii: 97% / Ps2: 90%
Gameplay: Wii 94%/ Ps2: 95% (1% Abzug bei der Wii-Version wegen fehlenden Abspanns, lizenzrechtliche Gründe)
Gesamt: Wii: 94%
Gesamt: Ps2: 94%Meinung:Eins der Besten Wii Spiele überhaupt. Zeldafans und Japanfans kommen voll auf ihre Kosten. Durchgehend hoher Spielspaß, auch bei mehreren Durchläufen.