Da ich diesen Thread einfach nicht gefunden hab, dachte ich mir, ich mach ihn einfach mal auf:
Mir geht es so, dass mir immer wieder Ideen für eine Geschichte in den Sinn kommen, ich sie aber nie aufschreib
Jetzt hab ich mir aber fest vorgenommen das mal zu machen und schreib grad an meiner Story...
"Ich allein in Afrika" (<-- Arbeitstitel)
Und hier ist auch schon das erste Kapitel:
ICH ALLEIN IN AFRIKA
von Jannik V.
Diese Geschichte widme ich Marina.
Anfang KAPITEL 1
Oh man! - Jetzt wusste ich also, wie sich meine Schwester vor 2 Jahren gefühlt hatte, als ich mit dem Rest meiner Familie und ihrem Freund darauf gewartet haben, dass sie jeden Moment in den Flieger steigen und dann für ein Jahr ein fremdes Land erkunden würde. Jetzt stand ich an ihrer Stelle und wurde von einem liebevollem „Marina? Erde an Marina...“, jäh aus meinen Gedanken gerissen.
„Ja?!“, ich schaute mich um. Meine Mutter stand vor mir und blickte mich besorgt an. „Dein Flugzeug ist in 5 Minuten weg!“. „Mist! Gott sei Dank hatten wir schon eingecheckt“, schoss es mir durch den Kopf. Wieder war ich total weggetreten.
Das interessierte anscheinend aber niemanden, denn mein Unterbewusstsein realisierte, dass ich von meinem Dad und meiner Schwester umarmt wurde, meine Mum mir einen Kuss auf die Wange gab und mir mein Freund, Steve, einen auf den Mund. Jetzt war ich wieder da.
Toll, ich hatte das Beste, so zu sagen einfach, einfach verpasst, allerdings kam es mir blöd vor zu fragen, ob sie das ganze nochmal wiederholen könnten.
Erst da wurde mir bewusst, dass ich ja doch noch geküsst wurde! Schnell reagierte ich auf die zarten, kühlen Lippen von Steve. Doch dann löste er sich von mir – ich wollte protestieren, doch mein Vater zog mich zum Flugzeug. Als wir am Eingang des Fingers (dieser Tunnel, der zum Flugzeug führt) angekommen waren, umarmten mich alle nochmal schnell und ich musste ein Paar Tränen unterdrücken, während meine Mutter diesen freien Lauf gab.
„Hab viel Spaß!“, riefen mir die vier hinterher und ich betrat das Flugzeug.
Eine bis über beide Ohren lächelnde Stewardess (mann, war das gekünstelt) begrüßte mich mit einem „Willkommen an Bord!“ herzlich (das auch).
Sie führte mich zu meinem Platz, während ich versuchte, meine XXL-Handtasche durch den Gang zu buxieren. Die strahlende Stewardess nahm mir die Tasche ab und knickste mit ihren High-Heels fast um. Ich versuchte ein kichern zu unterdrücken, indem ich mich auf meinen Platz quetschte.
Ungefähr dreißig Sekunden später fragte mich die Stewardess: „Möchtest du ein Heftchen?“
Auf diesem lachte mich ein anscheinend quietschvergnügter Pelikan an.
„Nein danke,“, ich strahlte mindestens genauso gekünstelt zurück, „ich bin 16.“
„Natürlich.“, antwortete sie sichtlich wütend und stöckelte davon.
„Man, ist die gestört“, dachte ich mir, doch da begannen auch schon die Sicherheitshinweise. Als diese zu Ende waren, ich hatte eh nicht zugehört, fuhren wir endlich an.
Jetzt viel mir wieder ein, dass ich Höhenangst hatte und mich der Pelikan sicher abgelenkt hätte, doch bei DER würde ich garantiert nicht nachfragen. Stattdessen fing ich an, leise zu singen:
„When I see your face, there's not a thing that I would change...“, oh ja, „Just the Way you are“ von Bruno Mars, war echt toll.
Leider hatte ich das Lied zu schnell durch und riskierte einen Blick durchs Fenster. Ein flaues Gefühl breitete sich in meiner Magengegend aus. Ich fing wieder mit meinem Lied an, doch das brachte jetzt auch nichts mehr.
Ich warf einen Blick auf die netten Leuchtsymbole über mir. „MIST! Wann darf ich endlich aufstehen???“, dachte ich mir entsetzt, „Hier gibt’s doch irgendwo Tüten?!“. Nein, mir fiel der verdammt gut aussehende Typ mit einer Kapitänsmütze, die ihn dann doch nicht so attraktiv machte, ins Auge. Auch er strahlte mich an. Eine Sprechblase deutete auf Folgendes hin:
„Wir achten auf die Umwelt und sparen Papier! Falls sie irgendetwas benötigen sollten, melden sie sich einfach bei einer unserer netten Stewardess!“
Die Umwelt war mir in diesem Moment egal und mit dieser TOTAL NETTEN Stewardess hatte ich ja schon Bekanntschaft gemacht.
--- Part 2 - Kapitel 1 ---Das Gefühl breitete sich weiter aus. „Entschuldigung???“, rief ich nach vorne. Alle drehten sich zu mir um. Die strahlende Stewardess streckte ihren Kopf aus der Kopf des Flugzeuges. Als sie sah, dass ich diejenige war, die sich gemeldet hatte, änderte sich ihr Gesichtsausdruck von gekünstelt auf hönisch.
„Kommen sie mal kurz?“, fragte ich, denn meine Lust quer durchs Flugzeug zu rufen, dass mir kotz-übel war, ermuntertet mich nicht wirklich.
Die „nette“ Stewardess kam auf mich zu und endlich konnte ich ihren Namen erkennen: Natasha.
Als ich mir grade Gedanken zum Namen machen wollte, stand „Natasha“ auch schon vor mir.
„Was kann ich für dich tun?“, fragte sie mich mindestens genauso nett, wie ihr Name ermutigend war.
„Ich bräuchte eine Tüte.“, sagte ich monoton. „Natürlich, Herzchen!“, antwortete sie und schrie quer über alle hinweg: „HAT JEMAND EINE TÜTE FÜR UNSER SCHÄTZCHEN HIER HINTEN?“.
Allein für diese Aktion hätte ich ihr an die Gurgel springen können. Als sich mir alle Köpfe ein weiteres mal zudrehten, lächelte ich, so gut es ging, fröhlich in die Runde.
Eine andere Stewardess, die endlich mal nett aussah, kam auf mich zu. Isabel. Sogar der Name war einigermaßen freundlich.
„Hier ist eine Natasha.“, das war's. Die stimme war erstens total verraucht und zweitens super monoton.
„War eigentlich ALLES hier drin das reinste Horror-Kabinett?“, fragte ich mich in Gedanken und musste fast über meinen eigenen Witz lachen. Doch als mir „Natasha“ mit einer, mit dem lachenden Pelikan bedruckten, Papiertüte im Gesicht rumwedelte, war meine gute Laune auch schon wieder verflogen.
Ich nahm die Tüte mit einem „Danke.“ an und hielt sie mir vors Gesicht. Dummerweise war das ungute Gefühl weg und ich hatte mich ganz ohne Grund zum Affen gemacht. Na Toll.
Das hatte mich müde gemacht und ich musste gähnen. Meine Augen schlossen sich und und ich wurde von einem tiefen Nichts verschluckt.
„ ... machen sie sich für den Landeanflug bereit.“, ertönte es aus den Lautsprechern.
Ich gähnte laut. Sofort bereute ich es, als mir klar wurde, wo ich mich befand. Wahrscheinlich lauerte die verrückt gewordenen Natasha mit ihrer Höllenschwester Isabel direkt hinter meinem Sitz, um eine Gelegenheit zu finden, um mich fertig zu machen.
Langsam öffnete ich meine Augen. Nein, keine Natasha und auch keine Isabel. Glück gehabt.
„Würdest du dich bitte anschnallen, Schätzchen?“ - doch nicht. Die lächelnde Stewardess stand neben mir.
„Klar!“, strahlte ich zurück.
Und schon war ich in Afrika